First Aid

Wer mich kennt, weiß dass ich ein Freund davon bin, die Dinge so schnell wie möglich auf den Punkt zu bringen um die optimale Lösung (ad-hoc) für das jeweilige Problem zu finden. Das heißt nicht, dass ich es vermeiden will lange Analysen durchzuführen. Alles benötigt seine Zeit, nicht jeden Prozess kann man beschleunigen. Nur was ist, wenn eine sofortige Behandlung benötigt wird ohne dass man den Grund für das Problem gleich kennt?

Erste Hilfe für die Seele

First Aid Buch CoverEin probates Mittel habe ich von der Diplom-Psychologin und Verhaltenstherapeutin Konstanze Fakih (mittlerweile Münstermann) kennengelernt. Sie beschreibt es in Ihrem Buch „First Aid“. Sie geht davon aus, dass die Psyche des Menschen wie ein immaterielles Organ zu betrachten ist und somit auch wie jedes Organ „bluten“ kann. Sprich; es geht psychische Energie verloren. Um das für den Moment aufzuhalten oder zumindest zu mindern, hat sie ein Verfahren entwickelt, dass eine Art Pflaster auf diese psychische Wunde legt.

Entdeckt hat sie ihr Prinzip bei der Lecktüre des Anthropologen Carlos Castañeda. Castañeda hat in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts diverse Studien über die Indianer Mexicos durchgeführt. Für mich erscheint das Verfahren in Anlehnung an das Autogene Training und der Hypnotherapie zu funktionieren. Man lässt einen Leitsatz, in Form „gefühlter“ Buchstaben, an einem Körperteil (geistig) „explodieren“, den man zuvor mittels Bodyscan für sich als emotional verhärtet lokalisiert hat – z.B.: Rückenschmerzen bei Überarbeitung oder Kopfschmerzen bei Burnout.

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Die heilende Kraft der Natur

Schon meine Großmutter meinte, wenn Du was mit den Augen hast, dann geh raus in die Natur und setzt Dich auf eine Bank in den Park und schau ins Grün der Bäume – das hilft – wie nur im Winter machen? Vor kurzem habe ich den Kienhorstpark Berlin in der Nähe meines alten Praxisraums für mich (wieder) entdeckt. Der Satz meiner Großmutter schoss mir durch den Kopf – doch es war schon Herbst. Aber nicht minder erholt war ich nach dem kurzen Spaziergang im Laub.

 


Ausgleich durch Entspannung
in der Natur


Paradox – so sehr der Mensch sich vor den Gefahren der Natur hat gelernt zu schützen, so sehr hat er sich von ihr auch entfremdet. Schon länger ist bekannt, dass Kinder aus ländlichen Gebieten, die viel Zeit Draußen verbringen, ein besseres Immunsystem haben. Dabei scheint selbst das Spielen im Schlamm zu helfen Abwehrkräfte aufzubauen.

Seit einer ganzen Weile weiß man auch, dass die unmittelbaren Vorfahren des Menschen nicht aus der Savanne stammen, sondern aus den Wäldern gekommen sind. Üblicherweise wie unsere nächsten Verwandten – Schimpansen und Bonobos – in der Nähe von Gewässern. Nicht von ungefähr kommt es, dass Menschen (auch schon in der Antike) sich gerne in Grünanlagen mit Bewässerungen aufgehalten haben.

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Heilpraktiker vs. Ärzte

Die alte, nicht immer sachlich geführte Diskussion, flammt immer wieder auf. Die meisten Medienformate haben dabei einen nicht zu unterschätzenden Anteil. Das liegt an ihrer Funktion (uns auch) zu unterhalten.

Weniger konfrontativ

Entspannt betrachtet, wird einem schnell klar, dass es wahrscheinlich unter den Ärzten genauso viele „schwarze Scharfe“ gibt, wie „Scharlatane“ unter den Heilpraktikern existieren. Fehler unter Mediziner kommen immer wieder vor, doch kaum einer kommt auf die Idee, gleich die gesamte Branche in Misskredit zu bringen. Das sollte im Grunde auch für die Zunft der Heilpraktik gelten oder nicht?

Die Alternative

Ich sehe den Stand des Heilpraktikers als Alternative und Ergänzung zu den Ärzten an. Auch unter Medizinern werden alternative Behandlungen immer attraktiver. Denn mit den Standartmethoden kann man eben nur das statistische Mittel behandeln und nicht alle. Wer schlechte Erfahrungen mit Medizinern gemacht hat oder nach Ergänzungen sucht, sollte bei der Wahl seines Heilpraktikers genauso sorgsam vorgehen, wie bei der Suche nach einem geeignetem Arzt. Auch hier lohnt es sich eine Zweit- und Drittmeinung einzuholen.

LichtWeitere Meinungen einholen!

Am falschen Ende gespart

Man hört es immer wieder – Menschen müssen Wochen oder sogar Monate auf einen Therapieplatz warten. Das kann auch im Bereich der Psychotherapie im wahrsten Sinne des Wortes Lebensgefährlich werden. Nicht nur weil sich eine latente Suizidgefahr in konkrete Handlungen ändern können, sondern weil eine leichte Störung sich in der Zwischenzeit zu einer massiven Krankheit steigen könnte.

In der Politik wird dann über Kosten und Folgekosten diskutiert und dass man das in den Griff bekommen muss. Warum man es den Heilpraktikern nicht erleichtert die Kosten von den Krankenkassen übernehmen zu lassen, wird da schnell zur Farce. Die vermeintlichen Mehrkosten würden am Ende teure Behandlungen ersparen. Ein Schelm wer „Böses“ dabei denkt.

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